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Verschiedenes : [ Stahl/Werkstoffe allg. ]

Forschungsprojekt FOSTA: Verwendbarkeit von wetterfestem Baustahl im Brückenbau


Wetterfester Baustahl wird vor korrosivem Angriff durch eine sich ausbildende witterungsbeständige Sperrschicht, der Patina, geschützt. Zu deren Ausbildung führen besondere Legierungselemente wie Chrom, Kupfer, Nickel und Phosphor.

Durch die Patina wird ein geringerer korrosiver Abtrag als bei unlegiertem Baustahl erreicht, wodurch ein zusätzliches Korrosionsschutzsystem überflüssig wird. Dies führt bei langfristig genutzten Bauwerken wie z.B. Brücken zu nachweislich ökonomischen und ökologischen Vorteilen. Zusätzlich besitzt wetterfester Baustahl weitestgehend die gleichen mechanischen Eigenschaften wie unlegierte Baustähle, was eine Anwendung nach Eurocode 3 uneingeschränkt ermöglicht.
Zur Nutzung dieser Werkstoffvorteile, ist jedoch eine dem Korrosionsverhalten angepasste Konstruktion erforderlich, was im Brückenbau in der Vergangenheit eher zu einem eingeschränkten Einsatz von wetterfestem Baustahl geführt hat. Aus diesem Grund wurde die vorliegende FOSTA-Kurzstudie durchgeführt, in der das korrosive Verhalten, der Aufbau der schützenden Patina des Stahls unter aktuellen atmosphärischen Bedingungen und die Tragfähigkeit dieses Werkstoffs bei gleitfest vorgespannten Verbindungen untersucht wurden. Ziel war es, die nach wie vor aktuelle Effizienz des wetterfesten Baustahls für den Brückenbau aufzuzeigen.
Die Ergebnisse geben eine erste Aussage zum Korrosionsverhalten, die die Einsatzmöglichkeiten von wetterfestem Baustahl unter aktuellen atmosphärischen Bedingungen aufzeigen. Es konnte zudem grundsätzlich gezeigt werden, dass es sich als Vorteil erweist, gleitfest vorgespannte Verbindungen aus wetterfestem Baustahl bewittert und ohne gleitfesten Anstrich auszuführen. Es hat sich zudem gezeigt, dass die Anforderungen an die Tragfähigkeit dieser Verbindungen trotz der Bewitterung erfüllt werden.

Das Forschungsvorhaben P 1150 der FOSTA – Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V., Düsseldorf wurde von der Fakultät Bauwesen, Fachgebiet Stahlbau, Technische Universität Dortmund und vom Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH mit fachlicher Begleitung und mit finanzieller Förderung durch die Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V., Düsseldorf, durchgeführt.

Der Abschlussbericht umfasst 158 Seiten und enthält 105 Abbildungen und 15 Tabellen und zusätzlich 150 Seiten Anhang mit detaillierten Ergebnissen.

Schutzgebühr: € 60,00 inkl. MWSt. zzgl. Versandkosten, ISBN 978-3-946885-01-6

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